Blicke.
Berlin, 2025
Juni 2025.
Eine Vernissage.
Eine Frau und ein Mann kommen ins Gespräch.
Sie trägt ein kurzes schwarzes Kleid, rote Pumps, lange rote Fingernägel, roten Lippenstift.
Was er trägt weiß man nicht.
Sie unterhalten sich.
Angeregt.
Aus angeregt wird aufgeregt.
„Darf ich dir mal was sagen?“
Darf er?
„So wie du aussiehst, also so zurechtgemacht und aufgestylt, hätte ich ehrlich gesagt erwartet, dass Gespräche mit dir oberflächlich und nichtssagend sind. Nicht böse gemeint, aber ich bin gerade einfach überrascht.“
—
Juni 2025.
Eine Vernissage.
Eine Frau und ein Mann kommen ins Gespräch.
Sie trägt ein kurzes schwarzes Kleid, rote Pumps, lange rote Fingernägel, roten Lippenstift.
Was er trägt weiß man nicht.
Sie unterhalten sich.
Angeregt.
Aus angeregt wird aufgeregt.
„Darf ich dir mal was sagen?“
Darf sie?
„So wie du aussiehst, also so verlottert und ungestylt, hätte ich ehrlich gesagt erwartet, dass Gespräche mit dir tief und spannend sind. Nicht böse gemeint, aber ich bin gerade einfach überrascht.“


